27.12.
Zur zeit gibt es nichts Aufregendes zu berichten.
Ich habe hier am Strand zwei Münchner Brüder mit ihren Ehefrauen getroffen. Der eine - ein Kollege - ist heute zurück nach Deutschland gefahren, der Andere fuhr weiter nach Guinéa. Sie sind schon seit Jahren hier in der Gegend.
An zwei netten Abenden haben wir über Afrika und unsere Erfahrungen diskutiert.
Fahrten zur Jahreswende durch Marokko, Mauretanien, Senegal, Gambia, Mali, Burkina Faso, Ghana, Togo und Benin sowie im Sommer durch Marokko, Mauretanien und in den Senegal
27.12.2012
24.12.2012
Weihnachten am Strand
24.12.
Heiligabend bei
Trommeln und Lagerfeuer am Strand.
Grüße an alle
im kalten Europa.
23.12.2012
Gambia um Weihnachten - ohne Schnee
21.12.
Die letzten
Kilometer nach Serekunda – der heimlichen Hauptstadt von Gambia
verlaufen ohne besondere Ereignisse, bis auf die zahlreichen und hier
eigenartiger Weise in Gambia so intensiven Polizeikontrollen. Ein
kleines überschaubares Land, das den Anspruch der Freundlichkeit
gepachtet hat, sich aber wie besessen auf die Touristen stürzt.
An fast jeder
Kontrollstation wird mein Auto im Gegensatz zu anderen angehalten und
man verlangt den Zutritt und mindestens Augenschein der
Inneneinrichtung. Anscheinend hat fast jedes Village einen
Kontrollpunkt. So braucht man natürlich die doppelte Zeit und
Überholen von LKW lohnt schon gar nicht mehr.
In Serekunde
habe ich erst mal eine gründliche Fahrzeugwäsche vornehmen lassen,
für ein paar Tage, die ich am Strand verbringen werde, eingekauft
und mich zum Weihnachtmenü am 25.12. im Blue Kitchen (dem von dem
Deutschen Heinz geführten Restaurant) angemeldet.
Direkt neben
einem Fischerdorf, in dem es sehr rege zugeht finde ich einen
Standplatz 30 m von den Wellen des Atlantiks entfernt. Der Besitzer
der setokoto Bar in Tanji Village ist sehr um mein Wohlbefinden
bemüht und liest mir fast jeden Wunsch von den Lippen ab. Für 200 D
(= 5 EURO) pro Nacht habe ich ein abgezäuntes Areal, wo mich nicht
jeder Rasta ansprechen kann, eine Toilette und Buschdusche.
22.12.
Mein „Schatten“
mit Namen Pa diskutiert mit mir nachts im Mondlicht und bringt mir
diesen herrlichen Tee.
Fischer kehren morgens von der Nachtfahrt zurück
Morgens wäscht
er eine Liege und ein paar Stühle für mich ab und bereitet mir ein
Omelett.
Wenn Du hier in
Gambia allein am Strand gesehen wirst, dann kommen ständig Männer
vorbei und wollen Dir eine Frau andrehen. Das Geschäft scheint zu
blühen, aber ich habe keinen Bedarf.
So werde ich
hier ein paar Tage verbringen und abspannen vor dem letzten Teil des
langen Weges.
Im Blue Kitchen werde ich am 25.12. am Weihnachtsmenü teilnehmen.
21.12.2012
Serekunda
21.12.
Jetzt sitze ich hier im "Blue Kitchen" meiner ersten Restaurations-Adresse in Gambia mit hervorragender Europäischer Küche und bearbeite meinen Blog im Internet.
Die nächsten tage um Weihnachten werde ich allein am Strand von Gambia verbringen. wahrscheinlich ohne online-Möglichkeit.
19.12. Senegal –
etwas anders
Übernachtet
habe ich mitten im Nationalpark Niokolo Koba, durch den die Strasse
von Kedougou nach Tamba führt. Leider habe ich keine Löwen gesehen.
Hyänen schrieen in der Nacht.
Ich lag auf dem
Dach des Autos und habe die Sterne gezählt.
Am Mittag war
ich dann in Tamba, habe eingekauft und wollte hier ins Internet
gehen. Das war leider nicht möglich, weil die Generalverbindung in
die Stadt gestört war.
Auf dem weg von
Tamba nach Velingara hatte ich dann zwei Erlebnisse, die mich daran
erinnerten, dass ich im nicht mehr so freundlichen Senegal war.
Überall glauben
die Leute nur, dass man photographieren will und wollen daraus Geld
machen.
An einer Brücke
über den Gambiariver hinderte mich ein Soldat daran, an den Fluss zu
den Kindern, die dort spielten, zu gehen. Er wollte verhindern, dass
ich Fotos von der Brücke mache und hielt mir sein Gewehr entgegen.
Ich aber wollte eigentlich nur zu den Kindern und denen die Bilder
zeigen, die ich auf der Hinfahrt von ihnen gemacht hatte, als sie
sich mit einem Salto ins Wasser stürzten.
Zu diesem Zweck
zog ich mein Iphone heraus zeigte ihnen die Bilder und wir hatten
viel Freude dabei. Der Soldat ging dazwischen und forderte mich auf,
sofort hoch zur Strasse zu gehen. Ich lehnte ab und wies darauf hin,
dass ich keine Fotos mache. Er rief dann seinen Vorgesetzten, der mir
erklärte, dass ich sehr wohl von den Kindern, aber nicht von der
Brücke Fotos machen dürfe. Er überwachte dann die ganze Zeit meine
Aktionen. Mit den Kindern und den Waschfrauen hatte ich viel Spass.
Im nächsten Ort
kaufte ich ein paar Tomaten, ging durch die Stände und blieb
schliesslich an einem Kicker stehen, der heiß umlagert von
spielenden Kindern war. Ein Mann stand mit einem Stock „bewaffnet“
daneben, überwachte das Ganze und scheuchte dann und wann Kinder
weg. Selbst die Frauen in der Nähe machten sich lustig über ihn. Er
herrschte mich an, ich solle 2000 CFA für Fotos zahlen.
Ich liess mich
jedoch nicht beirren, ging auf die Kinder am Kicker zu, gab denen 200
CFA und dann machten wir ein Spiel zu viert. Ich natürlich auf
meiner Lieblingsposition hinten. Das Spiel ging unentschieden aus und
nach einem knallharten Treffer meinerseits von hinten hatte ich die
Meisten auf meiner Seite. Hat richtig Spass gemacht und sie wollten
mich nicht ziehen lassen.
Nach ein paar
Kilometern kam dann hinter Velingara die Grenze zu Gambia. Auf
Seneaglseite total entspannt freundlich Abfertigung bei einpaar
Witzen und mit Lächeln.
Dann kam die
Abfertigung in Gambia. Zunächst war die Abwicklung bei der
Grenzpolizei genauso freundlich aber dann kam mein dejavue. Genauso
wie damals, als ich im März von Norden kam auch hier imSüden das
volle Programm. Sowohl Zoll als auch Drogenbeauftragter nahmen das
Auto vollkommen auseinander. Das totale Screening. Da half auch mein
Einwand, dass ich doch keinen Anlass gegeben habe und dass dieses
Vorgehen überhaupt nicht zur „smiling coast“ von Gambia passe
und dass ich so etwas in ganz Westafrika noch nicht erlebt habe,
nicht. Jedes Medikament, jedes Werzeugteil, jeder Karton von
Elektrogeräten, Kulturbeutel, Rucksäcke, etc wurden kontrolliert.
Schliesslich war alles abgearbeitet und wieder eingeräumt. Die Fahrt
ging weiter bis zu einem Übernachtungsplatrz hinter Bassé auf
freiem Feld.
Hier traf ich
drei Senior-Schüler, die auf dem Heimweg waren. Wir unterhielten uns
einige Zeit und die drei bekamen, was von meinen zuviel gekochten
Pellkartoffeln übrig war. Sie aßen mit Begeisterung und
versprachen, am Morgen mit einem Baguet vorbeizukommen.
20.12.
Die Nacht war
ruhig, aber am Morgen wurde ich von einem Wespenschwarm
(wahrscheinlich aus dem Baum über mir) überfallen und ich zog es
vor, das Auto 20m weiter aufzustellen und zu frühstücken.
Jedenfalls veranlasst mich dieses Erlebnis dazu, abends nicht mehr
unmittelbar neben einem Baum zu übernachten. Nachts braucht man ja
auch wirklich keinen Schatten.
Auf dem Weg den
Gambia-River entlang habe ich dann nochmal einen kurzen Abstecher
nach Gorgetown gemacht,
Auf dem weiteren
Weg bin ich dann nochmal bei einem Dorf an den Gambia-River gefahren
und habe zugesehen, wie die Fischer auf den Fluss fuhren. Kinder
badeten daneben und Wäsche wurde gewaschen.
In den Häusern
auf dem Rückweg vom Fluss – die Kinder hatten mich natürlich
verfolgt – wurde ich dann zum Essen eingeladen.
Wir hatten
danach noch viel Spass bei afrikanischer Musik, die ich auf dem
Auto-Radio-CD-Player abspielte. Dabei wolltre man mir dann auch noch
vier Frauen gleichzeitig andrehen (siehe Bild).
Die Kinder
liessen mich auch nicht mehr aus den Händen und bekamen natürlich
eine Runde Kaugummi. Um dem stürmischen Drängen der Kinder bei der
Verteilung zu entgehen, habe ich mir angewöhnt, einem anscheinend
besonnenen älteren Mädchen oder Jungen die Kaugummis zu geben,
damit der sie verteilen kann.
Zum Schluss
bekam ich noch einen herrlich zubereiteten und hervorragend
schmeckenden Tee.
Einige Kilometer
weiter an der Strasse traf ich auf zahlreiche gleich gekleidete
Kinder im Alter von 4 bis 9 Jahren. Jeweils bgleitet von Lehrern. Und
dann sah ich die von RTL gesponsorte und von Markus Lanz 2004
eingeweihte Grundschule.
Ich hielt an
unterhielt mich mitten in einer Kinderschar mit Schulleiterin und
einem Lehrer, die mich einluden, die Schule anzusehen. Sie ist
hervorragend geführt, mit allem ausgestattet. Tatsächlich fand sich
dann noch eine Gruppe Kinder, die ja eigentlich schon
Unterrichtsschluss hatten ein und die Schulleiterin gab mir ein
Exempel ihres Unterrichts, in dem die Kinder sich darum rissen,
Fragen zu beantworten, zu singen und zu erklären.
Es war eine
wahre Freude zuzusehen.
Als Dank spielte
ich dann vom Laptop das Video „we are the world“ vor. Die
Lehrerinnen sangen mit und bald hatten die Schüler auch den refrain.
Dann fuhr ich
noch ein paar Kilometer weiter und hielt rechtzeitig an, damit ich
noch meine Bratkartoffeln im Hellen essen konnte.
18.12.2012
Kedougou - Bednik-Stamm
18.12.
Die Cascade
Dindefelou, die ich schon auf dem Hinweg aufgesucht habe sind
ziemlich erbärmlich geworden. Nur rieselndes Wasser, das zu dem
jetzt am Abend des 17.12. eiskalt ist. Für das Bad jedoch noch
reicht.
Anschliessend
will ich noch ein Bassari und ein Bédik-Dorf aufsuchen. Eine kleine
Bergtour wartet da noch auf mich. Die Bédik sind seinerzeit aus Mali
geflüchtet und haben sich hier in den Bergen niedergelassen.
Bei Ibel, einem
kleinen Ort hinter Kedougou engagiere ich einen Führer, der uns über
den Berg zu den versteckt wohnenden Bedik führt. Zahlreiche
Geschenke an Kinder (Kaugummi, Stifte) und Erwachsene (begehrte
Kohlanüsse) werden verteilt.
Im Dorf finde
ich eine grosse, als Kirche gestaltete Rundhütte und einen heiligen
Baobab-Baum mit ca 30m Durchmesser.
17.12.2012
- Polizei und Sicherheitsorgane in Bamako
Als ich am
Morgen bamako passierte, wollte ich noch ein paar Fotos machen. Ich
hatte mich verfahren und musste in die Gegenrichtung. Deshalb nahm
ich die nächste Strasse rechts und fuhr dann um die Verkehrsinsel
auf dieser Strasse, um anschliessend nach links an der Ampel wieder
auf die ursprüngliche Strasse zurückzufahren. Verkehrsschilder oder
Fahrbahnmarkierungen waren nicht vorhanden, Kein Fahrzeug wurde
behindert.
Beim Einbiegen
in die Hauptstrasse (grüne Ampel) wurde ich dann von Polizisten
angehalten – das komplette Programm: Führerschein, Carte Griss,
Carnet, Pass – Ich hätte gegen die Verkehrsvorschriften
verstossen. Langes Palaver und man bot mir an 5000 CFA zu zahlen,
dann könnte ich weiterfahren.
Ich bestand
jedoch auf einer Quittung. So fuhren wir dann zur Polizeiwache, wo
der Chef sich das anhörte und mich ohne Zahlung entliess.
Auf der Höhe
über Bamako – wunderschöner Blick auf Stadt und Niger – kam ich
an den Vorwegweiser zu einer Strassenkreuzung. Ich hielt neben der
Strasse an, um mich zu orientieren. Sofort spritzte ein Soldat heran
und teilte mir mit, dass ich hier nicht stehen dürfe, sondern zur
Kreuzung zum Stoppschild fahren solle. Dass ich mich in der Karte und
am GPS orientieren wolle und das nicht während der Fahrt könne,
interessierte ihn nicht. Direkt an der Kreuzung wurde ich dann
daraufhin nochmal von der Polizei angehalten und wieder das volle
Programm.
Insgesamt ist in
Mali die Polizei (nicht Douan und Militär) hochnäsiger und
unfreundlicher als in den anderen Staaten. In Marokko z.B., wo ich
seinerzeit ein Strafgeld wegen 10 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung
zahlen musste, war die Polizei immer besonders freundlich und hat
sich für die Strafe regelrecht entschuldigt.
Jetzt bin ich im
Senegal in Kedougou und werde zu den Segou Cascades fahren.
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