18.12.2012

Kedougou - Bednik-Stamm


18.12.
Die Cascade Dindefelou, die ich schon auf dem Hinweg aufgesucht habe sind ziemlich erbärmlich geworden. Nur rieselndes Wasser, das zu dem jetzt am Abend des 17.12. eiskalt ist. Für das Bad jedoch noch reicht.

Am Morgen ergattere ich dann noch vom „Bäcker“ ein hervorragendes Brot.

Anschliessend will ich noch ein Bassari und ein Bédik-Dorf aufsuchen. Eine kleine Bergtour wartet da noch auf mich. Die Bédik sind seinerzeit aus Mali geflüchtet und haben sich hier in den Bergen niedergelassen.

Bei Ibel, einem kleinen Ort hinter Kedougou engagiere ich einen Führer, der uns über den Berg zu den versteckt wohnenden Bedik führt. Zahlreiche Geschenke an Kinder (Kaugummi, Stifte) und Erwachsene (begehrte Kohlanüsse) werden verteilt.

Im Dorf finde ich eine grosse, als Kirche gestaltete Rundhütte und einen heiligen Baobab-Baum mit ca 30m Durchmesser.


17.12.2012


    1. Polizei und Sicherheitsorgane in Bamako
Als ich am Morgen bamako passierte, wollte ich noch ein paar Fotos machen. Ich hatte mich verfahren und musste in die Gegenrichtung. Deshalb nahm ich die nächste Strasse rechts und fuhr dann um die Verkehrsinsel auf dieser Strasse, um anschliessend nach links an der Ampel wieder auf die ursprüngliche Strasse zurückzufahren. Verkehrsschilder oder Fahrbahnmarkierungen waren nicht vorhanden, Kein Fahrzeug wurde behindert.
Beim Einbiegen in die Hauptstrasse (grüne Ampel) wurde ich dann von Polizisten angehalten – das komplette Programm: Führerschein, Carte Griss, Carnet, Pass – Ich hätte gegen die Verkehrsvorschriften verstossen. Langes Palaver und man bot mir an 5000 CFA zu zahlen, dann könnte ich weiterfahren.
Ich bestand jedoch auf einer Quittung. So fuhren wir dann zur Polizeiwache, wo der Chef sich das anhörte und mich ohne Zahlung entliess.

Auf der Höhe über Bamako – wunderschöner Blick auf Stadt und Niger – kam ich an den Vorwegweiser zu einer Strassenkreuzung. Ich hielt neben der Strasse an, um mich zu orientieren. Sofort spritzte ein Soldat heran und teilte mir mit, dass ich hier nicht stehen dürfe, sondern zur Kreuzung zum Stoppschild fahren solle. Dass ich mich in der Karte und am GPS orientieren wolle und das nicht während der Fahrt könne, interessierte ihn nicht. Direkt an der Kreuzung wurde ich dann daraufhin nochmal von der Polizei angehalten und wieder das volle Programm.

Insgesamt ist in Mali die Polizei (nicht Douan und Militär) hochnäsiger und unfreundlicher als in den anderen Staaten. In Marokko z.B., wo ich seinerzeit ein Strafgeld wegen 10 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung zahlen musste, war die Polizei immer besonders freundlich und hat sich für die Strafe regelrecht entschuldigt.

Jetzt bin ich im Senegal in Kedougou und werde zu den Segou Cascades fahren.

16.12.2012

Bamako adé


16.12.

Heute Morgen nach einem Frühstück am Pool geht es durch Bamako zu den Höhen auf der anderen Seite, von wo man einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Niger hat. 



Nach dem Frühstück bin ich doch überraschender Weise noch in eine Hochzeitsgesellschaft geraten.

Nach relativ kurzer Strecke werde ich dann Senegal erreichen.
Es ist möglich, dass ich mich erst nach ein paar Tagen wieder im Internet melden kann.

15.12.2012


15.12.

Ich habe im Savana einen Club gefunden, an dem afrikanische Lifemusik geboten wird. Ein Hinterhof mit einfacher Bestuhlung. Die Sänger wechseln sich ab und man hört in angenehmer Atmosphäre zu. Danach suchten wir gegen Mitternacht das BBN auf, eine Diskothek, die in nichts einer in den Europäischen Hauptstätten nachsteht. Zu dieser Zeit strömten Massen von jungen Leuten in europäischer Partykleidung an.

Heute Morgen ging es dann den Niger entlang durch einige Dörfer und an die Landungsplätze der Pirogen. Die Pirogen schleppen viel Bausand heran, der von LKW dann abtransportiert wird. Überhaupt ist die Bautätigkeit in Mali sehr rege. Die Gebäude haben hier auffällig auch mehr Stockwerke.
Von einem der Landungsplätze habe ich dann auch eine Pirogenfahrt gemacht. Natürlich mit einer von Menschenhand mit Stange angetriebenen Piroge auf dem träge dahin fliessenden Niger. Der ist demnach auch in der Mitte nicht tiefer als 2 Meter.

Nach den teilweise sehr anspruchsvollen Pisten zwischen den Dörfern war dann abends Entspannung am Pool angesagt.



14.12.2012

Angekommen in Mali


Auf dem Weg nach Bobo und zu den Cascade de Karfiga und den Sindou Peaks

Zunächst starte ich am Morgen einen Ausflug zur Stadt Koudougou, die eine bemerkenswerte Mosche und einen beeindruckenden Markt haben soll. Das Unternehmen ist eine Enttäuschung.

Entlang der Strecke nach Bobo eines der typischen BF- Dörfer

schwer zu erkennen: unzählige Rechteckhütten und Rundspeicher.
Am Abend, kurz vor Sonnenuntergang erreiche ich die Felsen von Koro, wo ich übernachte. Natürlich – wie üblich – umgeben von Kindern des nahen Dorfes.

Verhandlungen mit Dorfältesten führen zu einem Entgelt von 2000 CFA für Übernachtung und Besichtigung der Felsenlandschaft, für die laut lonely planet ein Entgelt von 1000 CFA erforderlich ist. Wieder ist die Stimmung entspannt, unaufdringlich und angenehm, wenn man davon absieht, dass man in der Natur hier nur selten allein ist. Aber das betrifft ganz Westafrika.
Nach dem Abendessen wurde es dann richtig angenehm. Fünf Kinder blieben in der Dunkelheit bei mir. Da von dem Reis mit Gemüsemischung noch reichlich übrig war, holte ich in meiner Unkenntnis.zwei Löffel, damit der Rest aus dem Topf gegessen werden konnte. Die flogen durch die Gegend, da ja hier jeder mit der Hand in den Topf greift. Ich habe es aber dann tatsächlich geschafft, dass Omar den Topf nahm und mit dem Löffel den Rest verteilte. Auch von dem Wasser verteilte ich die Hälfte in eine andere Flasche und diese wurde herumgereicht. Die Kinder bedankten sich artig und gingen dann später. Ach so...zum Nachtisch gab es noch Erdnüsse, die von einer Bäuerin aus dem Dorf mitgegeben wurden.
Mein Freund Watara Orokia – einer von den Kleinen, er ist der Auffälligste und spricht tatsächlich gut französisch und etwas englisch – hat immer für Ordnung gesorgt und an die anderen verteilt.

Die Cascade de Karfiga und die Sindou Peaks werde ich morgen früh in Angriff nehmen.


13.12.

Heute Morgen wird mir bewusst, dass wir uns mitten im Advent befinden. Schwer verständlich bei mittags 42°C . Ich wünsche allen zu Hause eine ruhige und fröhliche Adventszeit und trinkt einen Glühwein auf mein Wohl. ;-). Im Auto habe ich noch ein Tetrapack Glühwein gefunden. Das wird heilig Abend geköpft. Egal bei welcher Temperatur.

Nach einem Morgengang durch die Felsen und das Dorf Koro geht es dann zu Cascade de Karfiga und den Sindou Peaks.
Vorher sehen die Kinder auf ihrem Schulweg noch mal vorbei.

Die Fahrt nach Banfora gestaltet sich sehr schwierig und zeitraubend, weil ich auf den Rat eines Einheimischen den kürzeren, direkten Weg von angeblich 8 km nehme. Aus den 8 km werden über 80 km und vier Stunden. Ich lande schliesslich mitten in der Landschaft in einer unübersehbaren Anordnung von Flüchtlingsbehausungen aus Plastik und Zelten. Zum Schluss führt mich ein Motorradfahrer aus dem Gewirr auf eine einigermassen brauchbare Piste und ich erreiche nach einer weiteren Stunde Banfora und die Cascaden, wo ich verdientermassen ein wohltuendes Bad nehme. Alles natürlich wieder gegen Bazahlung von 1000 CFA für die Gemeindekasse und 300 CFA für den Parkwächter.
Danach fahre ich über Bobo zur Grenze nach Koloko, wo ich im dunkeln ankomme und sowohl auf BF-Seite, als auch auf Mali-Seite wieder mal eine bemerkenswert freundliche, entspannte und unterhaltsame Abfertigung erlebe. Wie überall sind drei Stationen zu durchlaufen: Douan, Gendarmerie, Polic. Auch hier, wie überall werde ich von einem Beamten an den Wartenden vorbeigeführt und bevorzugt behandelt.
Ein Offizier, der sich schon auf der Veranda ins Bett gelegt hatte, räumt sein Lager, fordert mich auf, darauf Platz zu nehmen und hält mir die Taschenlampe, damit ich die Fiche (Kontroll- und Anmeldebogen) ausfüllen kann. Wir unterhalten uns noch ein Weilchen und dann geht es weiter zum Zoll. Eigenartiger Weise wird jetzt von einem jungen Beamten, dem ich beim Ausfüllen helfe, das kostenlose Carnet akzeptiert. Auf dem Hinweg musste ich ein Laisset de Passage kostenpflichtig erwerben. Afrika wirst Du nie verstehen.

Das Visum für Mali bekommt man hier bei der Einreise mit einer Gültigkeit von einem Monat für 15.000 CFA.

Nach der Grenze suche ich einen Platz etwas abseits der Strasse auf und lege mich dort schlafen.

14.12.
Die Fahrt geht nun 300 km weiter nach Bamako, wo ich wieder im Hotel Bamako Plage meinen Standplatz haben werde. An der Grenze erzählten mir die Beamten, dass Bamko und der Süden von Mali absolut sicher wäre. Vielleicht klappt es diesmal mit einem Ausflug auf dem Niger. Schaun wir mal. Grüße aus der Sonne Afrikas in den Schnee.


Angekommen in Bamako miete ich mich wieder im gut bewachten Hotel Bamako Plage gegenüber der Stadt ein. Hier habe ich einen Camp-platz für das Auto, Pool, Dusche, WC Hotelservice und ausgezeichnetes Internet-Netz inklusive.

Da heute Freitag ist, steht die wöchentliche, weltbekannte Musiknacht in Bamako bevor. Ich habe mir einen Begleiter mit eigenem Auto angeheuert, der mich durch verschiedene Musiklokale (Bla Bla Bar, Colombo, Savana, etc.) führen und anschliessend wieder ins Hotel bringen wird. Wir haben uns für 21.00 Uhr verabredet und werden dann den Streifzug starten. Ich berichte morgen, vielleicht nach einer Pirogenfahrt auf dem Niger..

12.12.2012

Burkina Faso


10.12.

An der Grenze zu Burkina Faso verläuft alles in entspannter und freundlicher Atmosphäre. Sowohl auf Benin-, als auch auf BF-Seite.
Für die Einreise nach BF sind an der Grenze (schon seit 7 Jahren) drei verschiedene Visa zu bekommen:
  1. Durchreisevisum für 3 Tage 24.000 CFA
  2. Visum für 14 Tage 47.000 CFA
  3. Visum für 30 Tage 61.000 CFA
Ich gehe allerdings davon aus, dass eine Verlängerung möglich ist. Im Vergleich zu einem 90-Tage-Visum mit multiplem Eintritt, das ich für 75,- EURO in Berlin erhalten habe, ist das hier natürlich ungünstiger.
!!! vorsicht, der „lonely planet“ sagt für BF genauso, wie für die anderen westafrikanischen Staaten das Visum ist für 10.000 CFA zu haben. Das ist schlichtweg falsch !!!

Ich verbringe die Nacht direkt neben einem Dorf an der Strasse nach Ouagadougou. Hachdem ich Anwohner befragt habe, wählen wir den richtigen Standplatz aus. Hier erlebe ich wieder ein wunderschönes Beispiel der freundlichen und zurückhaltend interessierten Bevölkerung von Burkina Faso. Alle sind freundlich, begrüssen einen einladend, aber mit Zurückhaltung, wollen nicht aufdringlich sein.

Zum Dank dafür gibt es 45 Minuten Kino:
Ich hatte noch den Film Serengeti2 auf dem Laptop und den haben wir abgespielt. Er wurde natürlich heftig diskutiert und danach bedankten sich alle und entfernten sich.
Auch bei den Kindern sind immer welche dabei, die andere dazu anhalten, ein wenig Distanz zu halten. Man kann leicht durch Gesten ein paar Regeln durchsetzen. So habe ich nach einer Runde Kaugummi für ca 20 Kinder gezeigt, dass das Papier nicht so einfach beiseite geschmissen wird, sondern wir haben es aufgesammelt. Alle machten mit Freude mit und haben Papier und Silberpapier zum Abfallbehälter gebracht.

11.12.

Beim frühstück habe ich erlebt, dass alle sich ein wenig entfernt haben und zwei Erwachsene weg vom Tisch in die Savanne sahen.
Ich habe dieses Land und seine Leute ins Herz geschlossen.

An der Strasse erlebe ich es so häufig, dass ganz herzlich mit freudigem Gesicht gewunken wird (vom Fahrrad und zu Fuss) – keine forderdenden Rufe oder Blicke.

Dann geht es weiter zur Hauptstadt von BF Ouagadougou, wo ich einen Zwischenstop für Ölwechsel, Abschmieren und Unterbodenwäsche mache.

Alles klappt hervorragend an einer Shell-Tankstelle, aber zusammengerechnet (mit Tanken) bin ich dann doch 120.000 CFA los.

Noch am Nachmittag geht es weiter Richtung Bobo nach Sabou, wo die heiligen Krokodile warten.
Auf der Campsite übernachte ich.

12.12.

Über Koudougou - eine heilige Stadt geht es weiter nach Bobo





09.12.2012


9.12.
Die Nacht an einem Wasserloch war unruhig. Ein Löwe näherte sich mit Gebrüll dicht vor das Fahrzeug und zog dann ruhig vorbei. Leider war er nicht zu sehen. Die anschliessende Fahrt durch den Park zeigte uns Antilopen, Hippos und Büffel, sowie zahlreiche Vögel und Kleintiere. Während einer Pause in der „Pendjari Lodge“, einer seit April geöffneten Lodge von dem Franzosen Alan, konnte ich sogar online gehen.